Europa & Die Bakchen
Ein griechischer Doppelabend mit Wein, Weibern und eventuell auch Gesang.
Zeus will Europa.
Zeus kommt zur Erde und hat Lust auf eine Frau. Europa spielt gerade am Strand. Der Gott sieht sie und es ist klar: er muss sie haben. Hermes hat wieder alle Hände voll zu tun, ein Chor Sandflöhe versucht, das Schlimmste zu verhindern, aber vergebens: In Stiergestalt nähert sich der Gott dem Mädchen und entführt es nach Kreta. Dort lieben sie sich und dann muss Zeus auch schon wieder zurück in den Himmel, damit Gattin Hera nichts merkt. Und was ist mit Europa?
Europa am Strand
Die Schüler der 10. Klassen des Kurses Darstellendes Spiel am St. Benno-Gymnasium entschieden sich im September letzten Jahres unter der Leitung von Annett Kieschnik zu dem Stück „Europa am Strand" von Sibylle Neuhaus, szenisch und tänzerisch zu arbeiten. Die beiden Absolventinnen der Palucca-Schule Dresden Ulrike Grell und Paola Linzner leiteten die Jugendlichen im Bereich Tanz an und erarbeiteten die Choreographien. Antje Grüner übernahm die Künstlerische Leitung des Projektes. Das Tanztheaterstück hatte im Mai diesen Jahres Premiere und ist nun zu Gast an der bühne.
Besetzung
Europa: Josefine Heilmann Zeus: Aaron Georgi
Hermes: Vincent Barth Helene: Katharina Zürn
Schicksalsgöttinnen: Magdalena Reichenbach, Cäcilia Walsch
Chor der Sandflöhe: Laura Aldejohann, Sara Ertel, Sarah Federbusch, Franziska Handschuhmacher, Clara Herrmann, Josefine Schlät, Lydia Holfeld
König von Kreta: Martin Helbig
Künstlerische Leitung: Antje Grüner
Regie: Annett Kieschnik / Antje Grüner
Leitung Choreographie: Ulrike Grell / Paola Linzner
Ausstattung: Susanne Bartel
Thebens Frauen hauen ab.
„Ich wollte eigentlich immer nur, dass er mich erobert und mich verliert und wieder gewinnt und verliert. Ich wollte aufbegehren und siegen und besiegt werden. Dieser wilde Krieg möge ewig dauern, dachte ich."
Die Frauen Thebens verlassen Haus und Herd, um dem Gott Dionysos zu folgen, der ihre Sehnsucht nach Lust, Rausch und Freiheit weckt. Im Kithairongebirge leben sie nun als Bakchen, während Pentheus, der Herrscher von Theben, verzweifelt versucht, die Dinge wieder in den Griff zu bekommen und eine Welt der Vernunft und Ordnung aufrecht zu erhalten. Er will mit Waffengewalt gegen die Bakchen vorgehen und sie festnehmen lassen. Dionysos verführt ihn jedoch, sich wie diese zu kleiden und sie bei ihren Weihen zu beobachten. Die wahnsinnig gewordenen Frauen entdecken Pentheus. In den Nachrichten ist vom Ausmaß der Sturmschäden zu hören. Ein Mann ist im Gebirge ums Leben gekommen, heißt es da.
Die Bakchen
An welchen Stellen unterwerfen wir uns gesellschaftlichen Regeln? Und: wie würden wir ohne diese Regeln leben? Was würde mit uns passieren, wenn wir uns die Erlaubnis geben würden, frei und wild zu leben? Worauf haben wir Lust? Was gibt es in uns, was uns wahnsinnig werden lassen könnte, was heißt Verrücktsein und warum verlassen die Frauen ihr sicheres Zuhause?
In der Tragödie, die Euripides vor über 2400 Jahren schrieb, geht es um den Widerstreit zwischen Ordnung und Chaos, Vernunft und Rausch. Das Ensemble und die Regisseurin entwickelten am Originaltext des Euripides entlang eine neue Geschichte.
Die erfolgreiche Inszenierung aus der Spielzeit 2006/07 wird anlässlich dieses Abends einmalig wiederaufgenommen.
Besetzung
Es spielen: Birgit Albrecht, Luise Dosch, Auguste Sandner, Berit Toepfer, Julia Wieland, Marie Wolff, Miriam Zacheus, Martin Mirus, Armin Troy und Robert Oehmichen.
Regie: Antje Grüner
Regieassistenz: Margarita Wiesner
Bühne/Kostüm: Jacqueline Hamann

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